AIM

AIM ist ein Workshop-basiertes Vorgehensmodell, um in klar argumentierbaren und nachvollziehbaren Schritten visionäre Software-Produkte zu entwickeln, die das perfekt passende Funktionsspektrum zum exakt richtigen Zeitpunkt bieten.

AIM ist unsere Essenz aus über 10 Jahren Erfahrung bei der Entwicklung innovativer Softwarelösungen. Und zwar von der Analyse und Optimierung der Produktstrategie über die Konzeption und Gestaltung bis hin zur technischen Implementierung – inkl. der politischen Führung aller Beteiligten.

AIM ist keine Konkurrenz zu Scrum oder Lean UX, sondern gibt agilen Verfahren einen stabilen Rahmen und bietet Führung auf dem Weg zum Ziel.

Motivation und Hintergrund

Die meisten Bestrebungen heutiger Software-Entwicklung zielen auf die stückweise Optimierung von bestehenden Lösungen. Im Ergebnis bleibt der Kern einer Anwendung über viele Jahre gleich und ist anfällig für die Verdrängung durch komplett neue Produkte der Marktbegleiter.

Der Grund, warum selten wirklich neu gedacht wird, liegt nicht in fehlendem Mut, sondern schlicht in fehlendem Wissen um eine nachvollziehbare Methodik, gerade dann, wenn viele Menschen beteiligt sind.

Aus diesem Grund haben wir AIM entwickelt – ein Vorgehensmodell , das im gesamten Verlauf eines Software-Entwicklungsprojekts den Input aller relevanten Protagonisten systematisch sortiert und einordnet.

AIM berücksichtigt alle Perspektiven gleichberechtigt und stellt so sicher, dass die entstehenden Produkte visionär und innovativ sind, aber zugleich verständlich und hilfreich. Technische Machbarkeiten werden bereits bei strategischen Anfangskonzepten berücksichtigt; umgekehrt spielen später in den Umsetzungsphasen auch strategische Bewertungen bei technischen Fragestellungen eine wichtige Rolle.

AIM behandelt nicht nur die anfängliche Projekt-Euphorie, sondern sichert auch mit entsprechenden Abläufen und Regeln im Verlauf des „unspektakulären Projektalltags“ die uneingeschränkte Zielverfolgung.

AIM im Detail: Die Rollen

Mit AIM strukturieren wir auch komplexeste Projekte. Die Beteiligten nehmen klar definierte Rollen ein und sorgen so dafür, dass kein relevanter Input unter den Tisch fällt. Das Projektchaos behalten wir im Griff, indem wir das Projekt in Phasen einteilen und bestimmte Routinen einführen sowie Regeln, die alles miteinander verbinden.

Das AIM-Team ist gemeinsam für den Erfolg des Projekts verantwortlich. Es besteht aus mehreren Personen: dem „AIM Principal“, dem „AIM Master“ und verschiedenen „AIM Representatives“, jeder mit eigenen Kenntnissen, einem eigenen Fokus und eigenen Zielen.

AIM Principal

Der Initiator des Projekts, der die übrigen Mitglieder des AIM-Teams auswählt. Er hat Zugriff auf (interne oder externe) Umsetzungsteams und ist somit verantwortlich für den Output und dessen Qualität.

„Wird das Produkt gemäß der übergreifenden Zielsetzung entwickelt und rechtzeitig fertig?"

AIM Master

Verantwortet die Durchführung von AIM, indem er dafür sorgt, dass das AIM-Team die Theorie, Praktiken und Regeln von AIM zunächst versteht, anschließend einhält.

„Wird sauber und sachlich entsprechend der Argumentationspyramide und den AIM-Prozessen gearbeitet?"

AIM Representatives

Repräsentieren unterschiedliche Gruppen von Stakeholdern mit unterschiedlichen Interessen und Standpunkten, aber einem gemeinsamen Ziel: Ein erfolgreiches Produkt.

Der Corporate Representative beispielsweise repräsentiert die Stakeholder auf Management-Ebene, etwa Geschäftsführung, Produkt- oder strategisches Management.

Der User Representative hingegen repräsentiert die Benutzer des Produkts und ihre Bedürfnisse und Anforderungen. Der Technical Representative repräsentiert das Entwicklungsteam, das das Produkt umsetzt und implementiert.

Je nach Projekt kann es weitere oder andere Repräsentanten geben.

„Wird das Produkt im Sinne der Unternehmensstrategie Gewinn erwirtschaften?"

„Wird das Produkt nützlich, hilfreich und zufriedenstellend?"

„Wird das Produkt vermarktbar sein?"

„Wird das Produkt umsetzbar sein?"

AIM im Detail: Die Phasen

AIM gliedert ein Projekt in Phasen. Eine Phase ist ein Projektzeitraum, je nach Projektgröße zwischen einer Woche und mehreren Monaten lang. Jede Phase hat einen definierten Output und baut auf der vorangehenden Phase auf. Somit wird eine Brücke zwischen agiler Flexibilität und zwangsläufigen Projektabhängigkeiten geschlagen. Nach der letzten Phase startet der Zyklus von vorne und die erreichten Ergebnisse werden verifiziert und ausgebaut.

  • Strategic Targeting

    In gemeinsamen Workshops werden die zu adressierenden Märkte, die für das Produkt relevanten Teile der Wertschöpfung sowie die Produkt-Vision und USPs erarbeitet und verifiziert.

  • Process Flow Modeling

    Die zweite, Workshop-basierte Phase, in der die Abläufe der Zielmärkte, die auf die USPs einzahlenden Szenarien sowie involvierte Benutzergruppen und konkrete priorisierte Anwendungsfälle erarbeitet und detailliert werden.

  • Site Visits

    Das AIM-Team lernt vor Ort, etwa in den Produktionshallen oder in Büros, die Arbeitsabläufe und Softwarenutzung intensiv kennen. Die eigenen Beobachtungen der Arbeitsverhältnisse wie Licht, Lautstärke und Monitorstandorte fließen in die Entwicklung ein. In vielen Projekten organisiert der User Representative zudem Interviews mit Nutzern, um sie und ihr Umfeld zu verstehen.

  • Creative Crafting

    Aus allen Informationen wird nun die passende Lösung gegossen – darum kümmern sich der AIM Principal und seine Teams. Das übergreifende Navigationskonzept definiert, welcher Nutzer wann auf einen bestimmten Use Case angewiesen ist und wie er einsteigt. Die visualisierten Informationen und Interaktionen münden in kreative, klickbare Skizzen („Mockups“). Die Skizzen bekommen per Visual und Motion Design ihr echtes Erscheinungsbild.

  • Prototyping

    Die Skizzen und das Design verschmelzen in einer real wirkenden Anwendungssimulation, die echte Nutzer auf Herz und Nieren testen können. Spätestens hier erfolgt die reibungslose Übergabe an die Entwicklung, die der Technical Representative prozessbegleitend vorbereitet hat.

Sequenzen und Routinen

Da Phasen sehr lange dauern können, mitunter mehrere Monate, sieht AIM vor, sie in Sequenzen zu unterteilen. Alle Sequenzen innerhalb einer Phase haben dieselbe Dauer, wenigstens eine Woche, höchstens vier Wochen.

Eine Sequenz wird durch eine Regel-Besprechung zur gemeinsamen Erarbeitung des Sequenzziels („Definition of Done“) eingeleitet. Abgeschlossen wird sie durch eine Vorstellung der Sequenz-Ergebnisse, die dann von jedem Repräsentanten bewertet werden. Anschließend geben die Repräsentanten die Ergebnisse frei, die aktuelle Phase wird abgeschlossen und die nächste gestartet.

Oder eben nicht: Wenn auch nur ein Repräsentant aus seiner Perspektive heraus Widersprüche zur „Definition auf Done“ aufzeigen kann, dann kann die nächste Phase nicht beginnen, stattdessen startet eine weitere Sequenz innerhalb der aktuellen Phase.

Der AIM-Prozess begrenzt die maximale Anzahl der Sequenzen in einer Phase auf vier. Andernfalls ist unvermeidbar, dass sich ein andauernder Abarbeitungsmodus einstellt, sich einzelne Rollen immer mehr zurückziehen und eine ganzheitliche Reflexion fehlt. Speziell vor dem Start der dritten oder vierten Sequenz muss das Team fragen, was zu unternehmen ist, um innerhalb der höchstens vier Sequenzen zu bleiben.

AIM kennenlernen

AIM ist einfach zu verstehen, für die erfolgreiche Nutzung empfehlen wir aber die Teilnahme an unseren Trainings. Vorher können Sie mehr über unsere Zusammenarbeit mit ifm lesen – eines der Projekte, die mit AIM zu einem Erfolg geworden sind.

AIM Trainings

AIM Erfolgsgeschichten

Ihr Ansprechpartner

Unsere Division Manager Michael Jendryschik und Martin Hoppe sind Ihre Ansprechpartner, wenn Sie mehr über das Vorgehensmodell AIM erfahren wollen.

Division Manager UX

Michael Jendryschik

+49 231 58 69 67 33
mje@maximago.de

Division Manager UX

Martin Hoppe

+49 231 58 69 67 30
mho@maximago.de