Westfälischer Industrieklub: Daniel Greitens spricht über Digitalisierung

Drei Mitglieder des Westfälischen Industrieklubs stehen neben Daniel Greitens im Klubhaus am Alten Markt in Dortmund. Im Hintergrund ist das Logo des Klubs zu sehen.
WIK-Vizepräsident Dirk Rutenhofer (l.), Klubmitglied Karin Dicke und Vorstandsmitglied Franz Hirthammer (r.) begrüßten MAXIMAGO-CEO Daniel Greitens zu seinem Vortrag. Foto: Jan Heinze.

CEO Daniel Greitens war Gast der jüngsten Versammlung des Westfälischen Industrieklubs. Auf Einladung des Vorstandes sprach er über den Stand der Digitalisierung in Deutschland.

Digital-Pionier Greitens gab eine Zustandsbeschreibung der Digitalisierung in Deutschland: „Hochkritische Systeme in Zeiten der neuen digitalen Geschäftswelt“ war seine Rede vor zahlreichen Zuhörern überschrieben und forderte ein Umdenken im Land. Diese Aufforderung machte er nicht nur an seiner jahrelangen Erfahrung als Chef-Innovator und Geschäftsführer des Interface-Spezialisten MAXIMAGO fest, sondern auch an seinen Einblicken in die Bildungslandschaft. Auf die Frage, was denn Bildung leisten müsse, forderte der Vater von zwei Töchtern keinen besseren Mathematik-Unterricht, um junge Menschen für MINT-Berufe zu begeistern. Stattdessen müssen Schulen vor allen Dingen die Neugier in unserem Nachwuchs wecken.

Wagniskapital in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr niedrig

Auch in der Industrie und Wirtschaft sieht Daniel Greitens erheblichen Nachholbedarf: Während Venture Capital Firmen in den USA und China mittlerweile über 60 Milliarden zur Verfügung stellen, beträgt das Wagniskapital in Deutschland gerade einmal 1,1 Milliarden. Mehr noch als Geld forderte Greitens aber ein Umdenken vor allem bei den Führungskräften: „Digitalisierung ist eine Daueraufgabe“ – aber was mache Deutschland, anstatt sich an neue digitale Gegebenheiten anzupassen?

„Zeiterfassung“, kritisierte Greitens im vierten Punkt seiner Rede „Armes Deutschland“. Statt moderne Strukturen zu schaffen – Stichwort New Work – würden große Unternehmen auf bestehenden Firmenkulturen beharren. Trotz dieser Kritik erntete Daniel Greitens schmunzelnde Zustimmung statt empörter Ertappheit.

MAXIMAGO bietet Lösungen für besondere Herausforderungen

Neben der Kritik an der aktuellen Situation und Lösungsmöglichkeiten stellte Daniel Greitens auch die Arbeit von MAXIMAGO vor: Das Interface-Design-Unternehmen beschäftigt sich mit Konzeption, Entwurf und „Rohbau“ von Software-Systemen, die besondere Herausforderungen in Sachen Datensicherheit, Verfügbarkeit und Funktionsumfang meistern – sowohl für Versicherungen als auch in hochkritischen Bereichen.

Den Zuhörern stellte er dabei unter anderem die Offshore-Windpark-Steuerung vor, die er gemeinsam mit seinem Team entwickelt hat: Über allen Dingen der Entwicklung stand die Effizienzsteigerung: Zum Selbstverständnis von MAXIMAGO gehört, den Menschen und seine Aufgabe in den Mittelpunkt der UX-Konzeption zu stellen. So habe die Windrad-Steuerung selbstverständlich schon vor der neuen Lösung funktioniert – jedoch unintuitiv am Laptop im Hubschrauber. „Vielleicht sogar noch mit einem Wartungsingenieur am Drahtseil drunter“, beschrieb Greitens. Das sei umständlich und dazu noch gefährlich. Heute weist eine übersichtliche und leicht bedienbare Tablet-Lösung den Weg.

Im Anschluss beschrieb Daniel Greitens auch die Arbeit von MAXIMAGO im militärischen Bereich, etwa in der Funkortung. Hier durfte er aber nicht ins Detail gehen, erläuterte aber, wie angepasste und hochsichere Software-Lösungen im Großraum Dortmund entwickelt werden.

Über den Westfälischen Industrieklub

Der Westfälische Industrieklub e.V. wurde bereits am 13. März 1918 in Dortmund als eine Vereinigung von Vertretern der mittleren Industrie des Ruhrgebiets gegründet. Der Industrieklub versteht sich dabei als „die gute Stube der Wirtschaft“: Zweck des Klubs ist „die Förderung der allgemeinen und wirtschaftlichen Interessen der heimischen Industrie, der Wirtschaft, des öffentlichen Lebens und seiner Mitglieder“. Aktuell zählt die Interessensvereinigung über 500 Mitglieder aus ganz Westfalen, die Mitglieder kommen aus der Region von Münster bis Siegen und von Paderborn bis Bochum. Fester Treffpunkt sind die Räume am Alten Markt in Dortmund, in dem sich der Westfälische Industrieklub regelmäßig zu Treffen und Vorträgen trifft. Weitere Informationen auf der Webseite des Industrieklubs.

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