Wirtschaftsförderer besuchen MAXIMAGO

"Überzeugen Sie mich": CEO Daniel Greitens stellt deutliche Forderung an Lokalpolitik

MAXIMAGO-CEO Daniel Greitens spricht mitt Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (Freie Wähler Lünen). Im Hintergrund stehen Forderungen auf dem Surface Hub
CEO Daniel Greitens (l.) im Gespräch mit Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns. Foto: Tobias Kestin / MAXIMAGO

Am Ende hatte Daniel Greitens, Gründer und CEO des Softwareunternehmens MAXIMAGO, eine Bitte: "Überzeugen Sie mich." Greitens richtete diese Bitte an die Wirtschaftsförderungskommission der Stadt Lünen, die am Mittwoch zu Gast im Lüntec war.

Das Gremium um Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hat es sich jüngst zur Aufgabe gemacht, einen Aktionsplan für Brambauer aufzustellen, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Vor diesem Hintergrund finden regelmäßige Dialoge mit Verwaltung, Politik, Wirtschaftsförderung und heimischen Unternehmen statt. Kleine-Frauns: "Nur wenn wir wissen, wo der Schuh drückt, können wir helfen."

Mit der MAXIMAGO GmbH, die vor zehn Jahren in Brambauer gegründet wurde und seit 2011 im LünTec sitzt, und ihrem Gründer Daniel Greitens wählte die Kommission ein Unternehmen, das bald die Entscheidung für ein neues Grundstück treffen muss. Daniel Greitens stellte MAXIMAGO als visionäres Unternehmen vor, das innerhalb von sechs Jahren fast 50 hochspezialisierte Arbeitsplätze geschaffen hat und in der selben Zeit an fast jedem relevanten Softwareprojekt in Europa mitgearbeitet habe: Sei es die Digitalisierung einer großen Versicherung, dem Betrieb von Windkraftanlagen oder dem effektiven Steuern und Bearbeiten von Notrufen über Autobahn-Alarmsäulen.

Greitens machte vor dem Gremium deutlich, dass Lünen viele Vorteile biete - etwa kurze Wege im Rathaus - aber eben auch Verbesserungspotenzial habe, so die ausbaufähige ÖPNV-Anbindung und die Nahversorgung des LünTec. Deshalb bat der gebürtige Brambaueraner am Ende seiner Firmenvorstellung: "Überzeugen Sie mich. Davon, dass Lünen handlungsfähig ist. Davon, dass meine Heimat meine Heimat bleiben kann."

Diese Bitte bildete den Auftakt zu einer lebhaften Diskussion, an der sich nicht nur die Politik, sondern auch der Geschäftsführungs-Vorsitzende der Arbeitsagentur Hamm, Thomas Helms, WZL-Geschäftsführer Eric Swehla und WZL-Prokurist Peter Gatzka beteiligt haben. Ratsmitglied Johannes R. Hofnagel (GFL) lobte MAXIMAGO als "Hidden Champion", CEO Greitens lebe das Unternehmertum. Hofnagel weiß, dass Lünen im Wettbewerb um innovative Firmen stehe, "aber wir müssen unsere Vorteile gegenüber Dortmund ziehen".

Ratsmitglied Martin Püschel (SPD) mahnte trotz des starken Impulses, den Greitens gegeben habe, dass eine Stadt und ihre Verwaltung nicht alles für Unternehmen machen könne - dazu gehört etwa die Eröffnung einer Kantine.

Zudem nahmen die Ratsvertreter die Unternehmer im LünTec in die Pflicht, selbst aktiv zu werden, wozu sich Greitens bereit erklärte. WZL-Geschäftsführer Swehla sieht, dass MAXIMAGO "in der Champions League" spiele, weswegen das Unternehmen - neben anderen IT-Firmen in Brambauer - das Lüntec zu einer Landmarke machen kann - ganz digital als Lüntec 4.0.

Und auch wenn die Wirtschaftsförderungskommission kein politisches Beschlussgremium ist: Am Ende des Abends stand über die Parteigrenzen hinweg fest, dass es zur Ratssitzung am 3. Mai einen fraktionsübergreifenden Antrag gibt, um die erste Rahmenbedingung des LünTec kurzfristig zu verbessern.

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