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Visualisierung von CAD-Modellen

Entwicklung eines ganzheitlichen, intuitiven und begeisternden Bedienkonzepts für die Kommunikationslösung Inzept3D, mit der Architekten ihre 3D-CAD-Modelle in der Cloud visualisieren, veredeln und präsentieren können.

Das Problem der Branche

Im Baugewerbe arbeiten unterschiedliche Spezialisten. Daher ist eine klare und verständliche Kommunikation unverzichtbar. Und zwar interdisziplinär. Trotzdem bestehen zahlreiche 3D-Visualisierungslösungen oft aus Bedienelementen, die für Fachfremde und Neulinge unzugänglich sind. Die Folge sind lange Einarbeitungszeiten und ungenutzte Features. Gemeinsam mit Inzept3D arbeiten wir daher an einer intuitiven Kommunikationslösung, die mit wenig Einarbeitungszeit für jeden verständlich ist — sowohl für Architekten, als auch für Innenarchitekten und Bauherren. Dafür haben unsere UX Engineers Interviews mit echten Nutzern geführt; gepaart mit der Branchenerfahrung von Inzept3D haben sie im Anschluss mehrere Use Cases identifiziert: Diese Anwendungsfälle listen granular den Weg des Nutzers zu einer Lösung auf, inklusive aller möglichen Wege, Abzweigungen und möglicher Ablenkungen.

Die Planungsphase ergab ein Bedienkonzept, das dem Nutzer nur genau die Informationen und Interaktionen anbietet, die sein Fachgebiet benötigt. Der Bauherr kann das Modell anschauen und kommentieren, während Architekten zum Beispiel die Farbgestaltung des Modells ändern können. User Acceptance Tests mit den echten Nutzern, also Architekten und Bauträgern, haben die Konzepte auf den Prüfstand gestellt und so ihre Alltagstauglichkeit bewiesen.

User Acceptance Tests

User Acceptance Tests sind der ultimative Prüfstein für menschzentrierte Lösungen: Unsere UX Engineers beobachten echte Nutzer, wie sie einen Prototypen der Software mit echten Geschäftsdaten nutzen. So werden die Konzepte, die in der rangegangenen Phase erstellt worden sind, auf die Alltagstauglichkeit geprüft: Unterstützen die bereitgestellten Tools den Nutzer bei seiner Arbeit wirklich, wo hindern sie ihn vielleicht in seiner Effizienz?

Differenzierung der Use Cases

Die erfolgreiche Identifizierung und Differenzierung der Use Cases ist eine der wichtigsten Säulen erfolgreicher Software: Nur wer den Nutzer, seine Arbeitsabläufe und -weisen kennt, kann Software konzipieren, die wirklich hilft. Für belastbare Ergebnisse hat MAXIMAGO das Vorgehensmodell AIM konzipiert, das alle Projektbeteiligten an einen Tisch bringt, um alle Sichtweisen von der Produktstrategie über den Anwender bis zum Marketing zu sammeln.

  • Die Branche kennen

    Entsprechend der Produkt-Strategie gilt es, die relevanten Objekte und Merkmale des Zielmarktes zu entschlüsseln, wie sie zusammenhängen und aufeinander wirken. Es entsteht eine große Karte sortierten Domain-Wissens.

  • Den Nutzer verstehen

    Entsprechend der Produkt-Strategie gilt es die zu adressierenden Benutzer detailliert zu erschließen. Was ist ihre Rolle, was ihre Aufgaben? Was wissen sie? Was hindert sie? Was treibt sie an und was motiviert sie?

  • Die Szenarien

    Wir erschließen uns gemeinsam das Arbeitsumfeld der relevanten Benutzer. In welchen Situationen arbeiten sie? Wie ist der Arbeitsplatz und dessen Umfeld beschaffen? Mit welchen Objekten geht der Benutzer um? Was sind die Kriterien für erfolgreiche Arbeit in jeder Situation? Außerdem klären wir die Frage: Welche Szenarien sind wie relevant für die Kernziele der Produktstrategie?

Dashboard als zentrale Steuerung

Ein Ergebnis der Use-Case-Workshops und User Acceptance Tests ist ein klar strukturiertes Dashboard als zentrale Steuerung der Software, die für alle Baubeteiligten gleich aussieht. Die Nutzer erkennen ihr Projekt dank der 3D-Modelle sofort, der Info-Button bietet weitere Informationen ohne mit unnötigen Daten abzulenken. Von hier gehen die Spezialisten in weitere Ansichten, die das passende Funktionsspektrum für ihre Disziplinen bieten.

Mentale Modelle

Menschen verstehen sofort das, was sie kennen. Seit frühester Kindheit wissen wir zum Beispiel, wie Puppenhäuser funktionieren. Dieses Mentale Modell haben unsere UX Engineers in die Software übertragen: Nutzer können die 3D-Modelle wie ein Puppenhaus an einer Seite aufklappen, um die Räume zu sehen. Diese visuellen Merkmale vereinfachen die Nutzung, verkürzen die Einarbeitungszeit und verhindern zudem Fehlinterpretationen.

Das Amm-Symposium

Valerian Semrau, Lead UX Engineer bei MAXIMAGO, hatte dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Inzept3D. die Chance, auf dem AMM-Symposium 2018 aufzutreten. In dem Fachforum treffen sich Experten aus Architekturbüros, Lehre und Forschung, um über die Chancen der Digitalisierung zu diskutieren. Valerian Semrau stellte dort die Chancen der Mentalen Modelle für Architektursoftware vor. Sehen Sie hier seinen Vortrag als Video.

Highlights

Die Highlights des Projekts, auf den Punkt gebracht:

  • Fachwissen inhouse: Der verantwortliche Lead UX Engineer Valerian Semrau sammelte vor seiner Karriere in der Softwarebranche Erfahrungen in Architekturbüros: Dank dieses Hintergrunds verstand er Perspektiven der Kunden besser und konnte diese leicht einnehmen

  • Reduzierung auf das Wesentliche: Der Spezialist sieht nur die relevanten Funktionen für seine Branche und seinen Anwendungsfall

  • Neue Designsprache: Konventionen aus gängigen Editoren wurden hinterfragt und aufgebrochen

  • Mentale Modelle: Konsequente gewohnte Szenarien aus der echten Welt in die Software übertragen

  • Strategische Weitsicht: MAXIMAGO brachte Softwarewissen aus anderen Branchen in Architektursoftware ein

  • Wissen vermittelt: Vorträge sensibilisieren Architektur-Spezialisten für neue Ansätze der Softwareentwicklung

„MAXIMAGO hat mit einer Weitsicht auf Inzept3D geblickt, die uns neue Potenziale und Herangehensweisen eröffnet hat. Unsere eigenen Konzepte und Lösungsansätze wurden dadurch bereichert und für uns ist sichtbar geworden, in welche weiteren Richtungen sich Inzept3D entwickeln kann.“

Dominik Kraatz, Geschäftsführer Inzept3D